Seitdem es den DOSB gibt, werben deren Spitzenfunktionäre für eine Aufnahme des Sports ins Grundgesetz. Peter Danckert, der Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses, unterstützt dieses Vorhaben, auch für den Wahlkampf seiner SPD. Die CDU hingegen ist strikt gegen eine Erweiterung der Staatsziele. Was aber würde ein Eintrag im Grundgesetz bringen? In jedem Fall hätten Dopingbekämpfer ein weiteres Argument für ein staatliches Antidopinggesetz.
Eines der unsinnigsten Vorurteile besagt, Sport habe nichts mit Politik gemein. Diese Floskel wird von Funktionären derzeit gebetsmühlenartig wiederholt, wenn sie um eine Beurteilung der China-Tibet-Debatte vor den Olympischen Spielen gebeten werden. Diese Verdrängungskünste illustrieren wieder einmal, wie sehr sich Vertreter des Sports von politischen und wirtschaftlichen Zwängen einschüchtern lassen. Mit einem kritischen Ausbruch aus dieser Käseglocke können Andersdenkende derzeit ihren Ruf polieren. Der Nachteil: Die wichtige Diskussion um Menschenrechte leidet darunter. Ein Stimmungsbericht aus dem Bundestags-Sportausschuss…

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