Der vergessene Präsident

Antisemitismus 3 Kommentare »
Die Helden des FC Bayern heißen Franz Beckenbauer, Gerd Müller und Uli Hoeneß, in der öffentlichen Wahrnehmung begründen sie den Ruhm des deutschen Fußball-Rekordmeisters. Doch kennt jemand Kurt Landauer? Unter dem Sohn eines jüdischen Kaufmanns waren die Münchner 1932 erstmals Meister geworden. Landauer entkam dem Holocaust mit Glück, nach dem zweiten Weltkrieg baute er den FC Bayern wieder auf - als Legende wird er 125 Jahre nach seiner Geburt noch immer nicht gefeiert.

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Molche gegen Grundgesetz

Sportpolitik 6 Kommentare »

Seitdem es den DOSB gibt, werben deren Spitzenfunktionäre für eine Aufnahme des Sports ins Grundgesetz. Peter Danckert, der Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses, unterstützt dieses Vorhaben, auch für den Wahlkampf seiner SPD. Die CDU hingegen ist strikt gegen eine Erweiterung der Staatsziele. Was aber würde ein Eintrag im Grundgesetz bringen? In jedem Fall hätten Dopingbekämpfer ein weiteres Argument für ein staatliches Antidopinggesetz.

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Staudt positioniert sich

Homophobie 1 Kommentar »

Na bitte, es tut sich was: Der Präsident des VfB Stuttgart, Erwin Staudt, ist Schirmherr des Christopher Street Days 2009 in Stuttgart. Damit positioniert sich nach DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger ein weiterer hoher Repräsentant des deutschen Fußballs gegen Homophobie im Sport. Staudt wird bei offiziellen Terminen anwesend sein. Am 23 Januar wird der VfB-Präsident im Rahmen des CSD-Neujahrsempfangs vorgestellt Außerdem wird Staudt bei der CSD-Eröffnungsgala am 25. Juli sowie bei der Kundgebung im Anschluss an die Polit-Parade am 1. August auf dem Schlossplatz sprechen

Die Kosten der Anderen

Sicherheitsdebatte 1 Kommentar »

Seit Jahren diskutieren Polizisten, Politiker und Funktionäre, ob der Fußball für die Sicherheitskosten der Beamten zahlen soll. Zu hoch seien die Anforderungen inzwischen, heißt es, die Polizei stoße an ihre Kapazitätsgrenze. Diese Debatte, die vor allem durch die Deutsche Polizeigewerkschaft befeuert wird, führt zu der Leitfrage: Darf Sicherheit käuflich sein? Der DFB verweist auf seine Steuerabgaben in Millionenhöhe. Eine einvernehmliche Lösung ist nicht ins Sicht.

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Neues Buch: Versteckspieler

Homophobie, In eigener Sache 19 Kommentare »

Am 15. Oktober erscheint mein neues Buch: “Versteckspieler - Die Geschichte des schwulen Fußballers Marcus Urban” (Verlag Die Werkstatt). Urban galt bei Rot-Weiß Erfurt als eines der größten Talente des ostdeutschen Fußballs. Weil er um seine Zukunft als Fußballer fürchtete, verschwieg er seine Homosexualität. Auf 144 Seiten wird die seelische Zerrissenheit beschrieben, aus der er sich erst spät befreite. Urban will dazu beitragen, dass eines der letzten Tabus im Fußball fällt. Neben der Biografie thematisiert das Buch verschiedene Facetten der Homosexualität im Fußball. Zur Einführung gibt es an dieser Stelle vorab den Prolog des Buches.

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Die Mauer bröckelt

Homophobie 4 Kommentare »

Während Rassismus und Gewalt im Fußball von Funktionären Jahre lang verharmlost und verdrängt wurde, fand Homophobie schlicht keine Erwähnung. In Deutschland geht nun vor allem DFB-Präsident Theo Zwanziger in die Offensive. Auf einer Veranstaltung in Köln positionierte er sich abermals kritisch. Trotzdem können seine Plädoyers nicht über die Ignoranz und Sorglosigkeit vieler Kollegen hinwegtäuschen, wie verwirrende Äußerungen des Kölner Trainers Christoph Daum belegen. Er brachte Schwule in einer Fernsehdokumentation des Deutschen Sport-Fernsehens mit Kinderschändern in Verbindung. Eine Gegenwartsbeschreibung… 

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Gelassenheit und Naivität

Sicherheitsdebatte 2 Kommentare »

Während in Deutschland vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 eine ungekannte Sicherheitshysterie entbrannte, blicken Österreich und die Schweiz vergleichsweise gelassen auf ihre Europameisterschaft im Juni. Ihr Konzept basiert auf vielen Erkenntnissen der vergangenen Turniere. Statt mit drakonischen Strafen und Kontrollen zu drohen, planen die Organisationen eine groß angelegte Charmeoffensive mit internationalen Fanbotschaften und vielen öffentlichen Plätzen für das Massenphänomen Public Viewing. Doch frei von Problemen sind die Planungen nicht, wie dieser EM-Ausblick vierzig Tage vor dem Anpfiff zu erklären versucht…

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Die üblichen Reflexe

Sicherheitsdebatte 4 Kommentare »

Mit der Androhung, den Fans von Dynamo Dresden aus Sicherheitsgründen den Zugang zum Auswärtsspiel gegen den 1. FC Union zu verweigern, hat die Berliner Polizei Geschichte geschrieben. Bislang ist keiner deutschen Fangruppe im Profifußball ein Besuch untersagt worden. Nach heftigen Diskussionen und Kritik aus Verbands- und Vereinskreisen hat die Polizei ihre Drohung am Mittwoch zurückgenommen. Dennoch illustriert die Debatte wieder einmal die reflexhafte und hilflose Haltung in der Aufarbeitung von Fangewalt. Wieder wird nur über schärfere Kontrollen gesprochen, die Nachhaltigkeit kommt dabei abermals zu kurz…

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Starrsinn im Kollektiv

Antisemitismus 9 Kommentare »

Schon zu DDR-Zeiten waren antisemitische Schmähungen in den Fußballstadien zu hören. Das Rufen des Begriffes “Juden” in Verbindung mit dem Herkunftsort des Gegners diente den Fans als Chiffre für Abwertung. Geändert hat sich im Umfeld vieler ostdeutscher Vereine, die nach der Wende abgestürzt sind, bis heute nicht viel. Das beweist der Hallesche FC. Dessen Fans hatten Anhänger des FC Carl Zeiss Jena antisemitisch beleidigt. Beobachter sagen, das dies nicht zum ersten Mal der Fall gewesen sein soll. Eine Chronik über das Wegschieben von Verantwortung

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Die olympischen Schwätzer

Olympia, Sportpolitik Keine Kommentare »

Eines der unsinnigsten Vorurteile besagt, Sport habe nichts mit Politik gemein. Diese Floskel wird von Funktionären derzeit gebetsmühlenartig wiederholt, wenn sie um eine Beurteilung der China-Tibet-Debatte vor den Olympischen Spielen gebeten werden. Diese Verdrängungskünste illustrieren wieder einmal, wie sehr sich Vertreter des Sports von politischen und wirtschaftlichen Zwängen einschüchtern lassen. Mit einem kritischen Ausbruch aus dieser Käseglocke können Andersdenkende derzeit ihren Ruf polieren. Der Nachteil: Die wichtige Diskussion um Menschenrechte leidet darunter. Ein Stimmungsbericht aus dem Bundestags-Sportausschuss

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